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„For Arp, art is Arp“. Dieser Ausspruch von Marcel Duchamp ist der Titel der Ausstellung, die das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst Hans Jean Arp, einem der bedeutendsten Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, widmet. Sein ganzes Leben lang wirkte der 1886 in Straßburg geborene Arp maßgeblich in den verschiedenen Kunstströmungen seiner Zeit mit. Er nahm an den Ausstellungen des Blauen Reiters teil, war Mitbegründer der Dada-Bewegung und Akteur des Surrealismus und Konstruktivismus. Er verkehrte mit den großen Figuren der künstlerischen Avantgarde (Kandinsky, Tzara, Apollinaire, Picasso, Max Ernst u. a.), schuf aber ein sehr eigenständiges Oeuvre von hoher poetischer Kraft.

Die Ausstellung im MAMCS beleuchtet die Schaffensprozesse des als Dichter, Maler, Bildhauer und Zeichner stets an der Schnittstelle verschiedener Genres agierenden Künstlers. Grundlagen seines Schaffens sind die Verweigerung traditioneller Praktiken, Zerstörung und Zufall. Eine wichtige Rolle spielte aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern wie Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg. Die Straßburger Aubette ist das Gemeinschaftswerk der drei Künstler.